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03.04.2015

[TW] But we still have the element of surprise!



Tja, es sieht so aus, als hätte ich dauerhaft ein Kilo zugenommen. Damit bin ich über einer persönlichen "magischen" Grenze getreten, hinüber ins ungewisse Niemandsland. Mir ist also endlich das gelungen, worauf ich seit einem Jahr hingearbeitet habe, und ein wenig freue ich mich tatsächlich darüber.

Aber eigentlich... geht es mir nicht gut damit.
Und das ist okay.
Es ist okay, dass ich mich schlecht fühle. Keiner hat behauptet, dass zunehmen leicht wäre. Durcheinander, traurig, enttäuscht, verärgert, wütend, betäubt, verzweifelt - all diese Gefühle haben ihre Berechtigung, genau hier, genau jetzt, in mir. Ich bin in der Lage, sie auszuhalten.
Vielleicht - nein, ganz sicher! - ist diese Erkenntnis wertvoller als das eine Kilo.

6 Kommentare:

  1. Und vielleicht ist es auch ok, dass sich diese Gefühle - durcheinander, traurig, enttäuscht, verärgert, wütend, betäubt, verzweifelt - nicht unbedingt auf das Kilo beziehen.

    Und:
    "You are not fat.
    You have fat.
    You also have fingernails.
    You are not fingernail."

    <3

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  2. Ja, sie sind da. Ja. Du darfst dich so fühlen. Und ja, du kannst das aushalten. Du bist stark. Vergiss das atmen nicht, okay? Gleichmäßig atmen, das hilft mir bei schwer erträglichen Gefühlen. Vielleicht dir auch.
    Ist es okay, wenn ich sage, dass ich mich dennoch freue, dass du wieder ein Kilo geschafft hast? Dass ich darin einen Schritt Richtung Leben und Gesundheit sehe?

    Mutig und neugierig? o_o Ich hätte jetzt gesagt, ich bin dickköpfig und trotzig. Das sind sehr herausragende Eigenschaften bei mir.
    Ja, das hilft mir sehr :) Er geht damit um, als wäre es ganz normal, das hilft mir, mich bzw. die Kleinen zu akzeptieren und es nicht nur permanent gestört und peinlich und vermeidenswert zu finden... Und die Kleinen dürfen auch mal draußen sein, was bedeutet, ich muss nicht immer krampfhaft versuchen, sie zu unterdrücken.

    Ich wünsch dir wunderschöne, sonnige Ostertage <3

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  3. Hallo, Anna <3
    Das freut mich, dass die Worte geholfen haben ^-^
    Hm, also gerade funktioniert es ganz gut... Ihr geht es ziemlich schlecht, aber ich glaube, da müssen wir alle jetzt erst einmal durch :/ Das Gute ist ja, dass Kerl und ich zB nicht wirklich von der ES beeinflusst werden und deswegen auch relativ normal essen können, ohne groß umdenken zu müssen. Nur für sie ist es eben schwierig. Essen selbst ist kein Problem, nur das "danach" ^^
    Zum Thema Tausch... sie will nichts, sie mag nichts usw. Sie streikt gerade ein bisschen und redet auch nicht mehr wirklich mit uns. Klar, ist jetzt nicht die beste Lösung, aber auf der anderen Seite weiß ich, warum sie so handelt, wie sie handelt und sie auch verstehen :/
    Für mich ist dieses "recovery"-Ding also eher "einfach"... mh. Trotzdem danke für deine Worte ♥

    Ja, es ist okay, dass es dir mit der Zunahme schlecht geht. Nicht okay im Sinne von "Gut, dass es so ist", sondern eher "Ja, das ist da, und dieses Dasein ist okay" :) Gefühle sind aushaltbar, und jaaaaa, diese Erkenntnis ist so unglaublich wertvoll ♥ Du schaffst das, ganz sicher ♥

    Alles Liebe dir, schöne Ostertage und pass auf dich auf <3
    Achlys

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  4. Liebe Anna,

    beides ist wertvoll, die Erkenntnis in jedem Fall, aber um die Ecke gedacht auch das eine Kilo, denn es zeigt, dass Du mit dem, was Du unter der Rubrik "Bald" dokumentierst auf dem richtigen Weg bist. Es geht nicht wirklich darum, zuzunehmen, es geht darum "Dämonen" zu besiegen, auch wenn Dein Blog inzwischen einen anderen Namen trägt.

    Ich freue mich für Dich und ich wünsche Dir ein wunderschönes Osterfest voller schöner Momente.

    Liebe Grüße, Pirandîl

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  5. Liebe Anna, ja mein Ostern war fern der Essstörung und dennoch nicht perfekt. So ist das Leben. Manchmal in den Tiefen der ES ist man versucht zu glauben, ohne ES wäre das Leben ein Spielplatz mit seifenblasenpupsenden Einhörnern und glitterspuckenden Ponys.
    Aber das Leben ohne Es ist oft viel schlichter als erträumt. Und das ist in Ordnung so.
    Unser Abend gestern war noch schön, obwohl meine Eiskugel mickrig war *beschwer* und unser Lieblingsbistro übervoll, so dass wir woanders hin mussten.

    Der Bohnentrick geht so: tu in deine eine Hosentasche X getrocknete Bohnen und tagsüber, für jeden schönen oder dankbaren Augenblick, packst du eine Bohne in die andere, leere Tasche. Und abends packst du beide aus. und wenn es nureine einzelne Bohne ist, die hinübergewandert ist: nicht alles an diesem tag war schlecht.

    Kannst du vielleicht auch für deine Klienten verwenden :-) es kommt aus der depressionsthera.

    Alles Liebe,
    Anima

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