"Das geht nicht mehr, Anna. Ich kann das so nicht länger tragen. Auf
die Arbeit kann ich mich kein Stück konzentrieren, weil ich mir die
ganze Zeit Sorgen darüber mache, was du zuhause anstellst. Ich habe
Angst vor deinem Selbsthass. Ich habe jeden Tag Angst davor, nach Hause
zu kommen, denn ich weiß nie, was mich dort erwartet, was du dir wieder
angetan hast, während ich weg war. Und wenn das so weitergeht, werde ich
irgendwann nach Hause kommen und du wirst tot sein. Anna, schau mich
an. Ich kann das nicht mehr, das hier ist nicht der richtige Ort für
dich und ich bin nicht die richtige Person. Du gehörst in die
Psychiatrie, bis die Klinik sich meldet, und das weißt du. Es ist mir
egal, was deine Therapeutin darüber denkt. Die kann das überhaupt nicht
beurteilen, sie lebt ja nicht mit dir zusammen, sie hat doch keinen Schimmer, was hier vor sich geht. Ich aber wohl, und ich
finde es völlig unverantwortlich, dich in diesem Zustand weiter herumlaufen zu
lassen. Das geht nicht mehr. Und glaub mir, das sage ich nicht, weil ich dich nicht mehr lieb
habe, sondern gerade weil ich dich lieb habe. Anna, ich liebe dich, aber das hier macht mich fertig."
[mich auch und ich will das nicht aber was soll ich tun was soll ich tun was soll ich tun.]
Lass dir helfen, bitte.
AntwortenLöschenDu musst - und du sollst - das nicht länger alleine durchstehen. Du quälst dich bloß. Und ja, es ist genau das, was die gehässige Stimme will! Aber das bist nicht du. Du bist so viel mehr als das, was dieser hasserfüllte, selbstzerstörerische Teil aus dir machen will.
Eine geschützte Umgebung wäre sicher sinnvoll.
Hilfe anzunehmen, ist mutig und stark und tapfer (und manchmal einfach notwendig).
Lass dir helfen.
Ich schicke dir ein bisschen Wärme gegen die Kälte und den Hass <3
Danke, liebe Leah.
LöschenIch bin durchaus bereit, Hilfe anzunehmen - ich möchte nur nicht in die Psychiatrie. Aber wenn er sagt, er erträgt mich zuhause nicht mehr, gibt es wohl keine andere Möglichkeit...
Liebe Anna, ohne deinen Freund zu kennen, bin ich mir sicher, dass es nicht stimmt, dass er dich "nicht mehr erträgt". Was er nicht erträgt, ist dein Leid - zu sehen und zu spüren, wie sehr du, ein geliebter Mensch, leidest - und die Angst, die er tagtäglich um dich hat, Angst dich zu verlieren, dir nicht genug Halt und Schutz bieten zu können. Aus seinen Worten, so wie du sie hier wiedergibst, lese ich große Sorge, Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung - alles, nur keine Zurückweisung, keine Ablehnung, kein "ich will dich hier nicht mehr".
LöschenEs tut mir sehr leid, dass die Klinik sich immer noch nicht bei dir gemeldet hat, Kann deine Therapeutin vielleicht Einfluss auf die Klinik nehmen, indem sie z.B. dort anruft und sagt, dass es dringend ist?
Danke für deine Worte. Du hast natürlich recht - das war sehr überspitzt formuliert. S. hat gestern angerufen, ich werde nächste Woche aufgenommen :)
LöschenBitte lass dir helfen bevor dir tatsächlich noch etwas zustößt. Du verdienst Hilfe und du brauchst sie und du verdienst es, dass es dir besser geht ❤
AntwortenLöschenIch denke an dich und schicke dir viel Wärme und Kraft!
Was du tun sollst? Ich bin nicht wirklich qualifiziert, diese Frage zu beantworten. Dafür weiß ich zu wenig. Ich würde vermutlich eine Pro-Contra-Liste machen. (Eine Freundin meinte mal, dass ich sogar auf einen Heiratsantrag mit so einer Liste reagieren würde.) Wenn genug Sachlichkeit vorhanden ist, um so nüchtern mit dem Thema umzugehen.
AntwortenLöschenNach dem, was ich hier lese (was ja nur ein Ausschnitt ist und vermutlich nicht repräsentativ), würde ich dir wirklich zur Psychiatrie raten. Meine Betreuer hätten mich zumindest eingewiesen, da bin ich mir hundertprozentig sicher. Aber eine ganz ganz sichere Antwort auf die Frage, was du tun sollst, kann ich dir geben: bleib am Leben.
Übrigens schaue ich jeden Tag auf deiner neuen Seite nach und ich freue mich jedes Mal so darüber, dass du Dinge findest, die dich ein bisschen durch den Sturm bringen.
Danke für die Worte, die du mir geschenkt hast. ich fange wirklich an, das alles zu glauben - nicht nur ein bisschen, sondern Vollzeit. Dass ich mutig bin. Dass ich schreiben kann. Danke, dass du dir Zeit nimmst, um mir das zu sagen <3 <3 <3
Umarmung,
Nia
Hm möchtest du herkommen, vielleicht übers WE?
AntwortenLöschenda muss ich aber nochmal einhaken: wenn du wirklich glaubst, dass S. DICH nicht mehr aushält, liegst du grundfalsch. (Sorry, da muss ich jetzt wirklich streng werden.) Was nicht auszuhalten ist, ist vielleicht dein Selbsthass. Die Angst, die er um dich hat. Dass du dir wehtust. Aber das bist verdammt noch mal nicht du! Das sind Dinge, die momentan im Vordergrund stehen mögen, ja, aber das bist nicht du! Du bist nicht, was eine Krankheit aus dir zu machen versucht. Wenn es das wäre, was dich ausmacht, hättest du die Schöne-Dinge-Seite nicht. Aber das tut es nicht. Du bist so viel mehr als Selbsthass, auch wenn du es gerade vielleicht nicht spürst. Du bist mehr und klar ist es schwer zu differenzieren, wenn absolutes Kopfchaos herrscht. Also erinnere ich dich daran.
AntwortenLöschenUnd du musst nicht in die Psychiatrie. Du musst gar nichts. Nur bringt diese Freiheit eben auch Verantwortung mit sich.
(Entschuldige, dass ich das alles so hart formuliere, es ist mir grade echt wichtig, dass du das siehst.)
und egal wie du dich entscheidest, bleib am Leben <3
Liebe Anna, vor allem dies: Gib nicht auf. Ich und wir alle hier sind bei Dir, gib nicht auf. Dein Freund Pirandîl
AntwortenLöschenOh meine liebeliebe Anna ♥
AntwortenLöschenHeute habe ich sogar große Buchstaben für dich, auch wenn es sich anfühlt als würde ich einmal quer durch Deutschland schreien. Aber ich möchte dir heute meine Worte schenken und kleine Buchstaben haben einfach nicht den Wert und die Ausdruckskraft, die du verdienst.
Erstmal zu deinen Worten:
Ich weiß nicht, ob man das gut ausgehen nennen kann.. Mir war eigentlich klar, dass ich nicht sterben werde. Ich will auch glaube ich gar nicht sterben, selbst wenn es so einfach und leicht klingt. Es ist nur einfach ein guter Notausgang. Und irgendwie tanze ich gerne durch Zwischenräume, nur um zu sehen, dass ich selbst dann noch überleben kann.
Das freut mich gerade soso sehr, dass ich dir ein bisschen Glück schenken konnte. Hier hast du noch mehr davon ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣
Mein neuer Kuschelpulli ist auch so riesig. Männer XL und eine Eroberung vom Flohmarkt. Ich liebe ihn jetzt schon. Und auch in der kurzen Zeit hat er schon so unfassbar viel bewirkt. Zumindest für einen Pulli.. Danke fürs einpacken. Das tut richtig gut. Aber brauchst du deinen Pulli nicht selbst? Oder wollen wir einfach tauschen? Dann hast du ein bisschen Halt und Schutz von mir mit meinem Pulli und ich von dir in deinem Pulli. ♥
Ich wünsche mir gerade eine ganz große Kuschelhöhle für dich, wo es dir gut geht und eine Fee dir stundenlang Geschichten vorliest.
Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber wenn du magst, kannst du auch gerne zu mir kommen. Dann können wir zusammen untergehen und auch wieder auftauchen. Aus dem Meer der Gedanken.
Komm gut durch die Zeit. Und ganz bald kommt eine neue Zeit. Auch für dich.
deine Anna